Archiv der Kategorie 'Vorspiel'

Stille

Ein Tag ohne Fußball.

words are very unnecessary

inspiriert von John the revelator

Deutschland vs. Kolumbien

Das Ende

Mal wieder zu null. Ich leg mich jetzt mal fest: Die Vorrunde ist kein größeres Problem. Die Mannschaft stimmt, sie wollen, sie können. Die Standards sind eine starke Waffe und ich wollte doch nicht so martialisch schreiben, verdammich!

Und ich bin dafür, den Borowski niemals von Anfang an spielen zu lassen – dafür aber immer in der 60./65. Minute einzuwechseln. Ballack war heiß, Schweinsteiger war heiß, Schneider war Schneider. Der Sturm hat Urlaub gemacht, die Abwehr keine Fehler. Lehmann hat Spaß gemacht und Klinsmann keinen solchen verstanden. Der Mann muss völlig kaputt sein, das Gespräch nach dem Spiel war unterste Kanone. Ich war froh, dass er beim Losgehen nicht noch gegen die Kamera gedonnert ist.

Die Hälfte

Spätestens heute werden alle potentielle Gegner Deutschlands notieren: Niemals im Halbfeld foulen. Keine Freistöße! Rempelt Ballack, aber lasst ihn nicht kopfballen. Die vier letzten Tore resultierten aus Standards, und mir wäre viel lieber, ich schriebe dies beim Halbfinale und nicht beim letzten Testspiel. Aber egal, gut fürs Ego. Und das ist heute wohl das wichtigste: sich eine breite Brust anspielen, eine komplette Verkahnisierung der deutschen Startelf quasi.

Und dieser Volleyschuss von Bernd Schneider … Mannomann.

Der Rest vom Schützenfest

Deutschland – Kolumbien 3:0
Liechtenstein – Togo 0:1
Schweden – Chile 1:1
Angola – Türkei 1:0
Italien – Ukraine 0:0

Die Kapitäns-Prognose

Ich denke, wir werden nach dem Kolumbien- Spiel körperlich einen Sprung nach vorn machen, auch ich.

Lieber Michibeck, ihr müsst vor allem geistig nach vorne hüpfen, also im Kopf. Und du ganz besonders. Bist schließlich alles, was wir haben. Also: Vergiss bitte alles, was du je Gutes über dich gehört hast. Das macht nur die Gedanken träge. Wenn du schon an was denken musst, dann bitte an die Gelbe Karte 2002 gegen Südkorea. Das sollte genug Motivation für zweieinhalb Weltmeisterschaften sein.

Der Gender-Experte spricht

Erik Wegner, natürlich völlig aus dem Zusammenhang gerissen:

Ich habe ja generell nichts gegen ein paar sexy Babes als Deko beim Fußballgucken. Aber ein Häppchen devoter und respektvoller dürfen die Mädels schon sein.

Die Suchmaschinenanfrage des Tages

Warum fiel 1942 die WM aus?

Keine Frühausgabe

Was für ein schöner Traum.

Deutschland vs. Luxemburg

Erkenntnisse

Jeder Stürmer hat zweimal getroffen. Borowski ist kein Ballack-Ersatz – er ist mehr als das. Arne Friedrich kann kein Fußball spielen. Niemand hat sich ernsthaft verletzt.

Und die WM-Blogger sollten sich mal Gedanken machen, wer so auf ihren Seiten ströpert. Jemand war heute hier zu Besuch, nachdem er dort vergebens nach „Luxemburg im WM-Halbfinale“ gesucht hat.

Testspiele

Schweiz – Elfenbeinküste 1:1 (1:0)
Wales – Trinidad/Tobago 2:1 (1:1)
Serbien/Montenegro – Uruguay 1:1 (1:0)
Niederlande – Kamerun 1:0 (1:0)
Frankreich – Mexiko 1:0 (1:0)

Gegner

Blindes Verständnis, Filigrantechnik, Systemvielfalt – Luxemburg ist ein echter Angstgegner.

Projektleiter

Jürgen Klinsmann in der SZ:

Wenn wir zum Beispiel hier in Genf Krafttraining machen, dann können die Spieler ihren iPod einlegen und Hip Hop hören. …
Unsere Aufgabe ist es, den Spielern klar zu machen, dass das, was jetzt kommt, nie mehr wiederkommt. …
Zu Bild habe ich gesagt: Wenn es euer Wunsch ist, aus dem Gespräch eine kleine Serie zu machen, dann ist das kein Problem. Ich hab‘ gesagt: Okay, können wir machen, aber dann betrachtet bitte die WM auch ein bisschen als euer Ding. Und wenn mir irgendetwas nicht gefällt, habe ich ja immer die Möglichkeit, die Tür wieder zuzumachen. Ich bin völlig unabhängig. …
Vielleicht kann man da in der Tat auch andere Bezeichnungen finden, Teamchef oder Projektleiter oder so.

Zum Thema Klinsmann und Bild ist zudem diese runde Geschichte empfehlenswert.

Spieler

Klose, Podolski
Schneider, Borowski, Schweinsteiger
Frings
Friedrich, Mertesacker, Nowotny, Jansen
Lehmann

Erwartungen

Nur, damit niemand mit Kleine Gegner gibt’s nich mehr oder Das Niveau hat sich angeglichen kommt: Die größten Erfolge der luxemburgischen Nationalmannschaft in den vergangenen fünf Jahren waren Unentschieden gegen Albanien, Liechtenstein, die Kapverdischen Inseln und Malta. Außerdem haben die Luxemburgianer mal drei Tore gegen Lettland geschossen und zwei gegen Spanien.

Suchen

Wie hoch isser denn, der Luxemberg?

Ob das szön ist?

fo

Na da bin ich jetzt mal gespannt.

Frei und willig

Rudi Völler war mal ein Freiwilliger. Aber anno 74 bestimmt nicht so glattgebürstet wie die heutigen Wolluntiers. Kriegen die Geld für sone Texte?

Mau-Mau

Hoffentlich haben die regenerierenden Nationalerholer heute Abend Mau-Mau gezockt statt Fußball zu gucken. Wäre gut für ihr Selbstbewusstsein.

Und wenn ich bei der WM so einen Pass über 60, 70 Meter quer über das Spielfeld sehe, wie er eben beim CL-Finale mehrmals passiert ist, und ich sehe ihn von Arne Friedrich geschlagen, und er erreicht den Adressaten punktgenau, wie eben gerade mehrmals passierrt, und der Adressat ist Lukas Prolldolski, und der Luke pflückt die Kirsche butterweich zu Boden – dann, ja dann hat sich doch schon alles gelohnt.

Leider wird so etwas nicht vorkommen. Mau. Mau.

Deutschland vs. Luckenwalde

Der Fall Lahm

Der Focus weiß, dass Lahm nicht in Mannheim kernspintomographiert wurde, weil es dort einen echten Notfall gab. Also ab nach Frankfurt, und … ab hier Dunkel in der Medienlandschaft. Nachtrag: Ellenbogensehnenanriss, OP in München, 12.30 PK mit Löw zur Sache.

Das Spiel

Nun ja. Deutschland führt zur Halbzeit 4:0. Tore: Asamoah, Schweinsteiger, Hitzlsperger, Neuville. Der zweite Durchgang: Tolles Dribbling von Lahm, der im Strafraum unglücklich fällt. Folge: Elfmeter (Schweinsteiger verwandelt zum 5:0), und Lahm muss raus. Nach Klinsmanns Miene zu urteilen, könnte Lahms Verletzung durchaus ernster sein als von Blödeckmann zunächst angenommen. Lahm wird jetzt im Krankenhaus geröntgt.

Odonkor trifft fast ins eigene Tor, ist aber wirklich sehr schnell und bereitet das 6:0 (Klose) vor. Chancentod Mike Hanke kann die gefühlte zwanzigste Chance zum endgültigen 7:0 verwandeln.

Die Aufstellung

Kahn im Tor, davor die Jungspunde Jansen, Mertesacker, Huth und Friedrich – sollen gegen den Verbandsligisten wohl Spielminuten kriegen. Frings spielt Frings, dazu Schweinsteiger und Hitzlsperger außen. Podolski spielt Podolski, dazu Asamoah und Neuville außen. Oder so ähnlich. Vermutlich werden sie sich nach einer Viertelstunde im Luckenwalder Strafraum gegenseitig umrennen.

Im zweiten Durchgang dann der zweite Anzug: Hildebrand – Lahm, Huth, Nowotny, Schneider – Borowski – Jansen, Odonkor, Schweinsteiger – Klose, Hanke. Schneider wieder defensiv, Borowski ebenso. Beide Halbzeiten spielen nur Huth (Spielpraxis!) und Schweinsteiger.

Das Comeback

Ja, auch hier zählt nur auf‘m Platz im Netz. Und wo WM-Blog drübersteht, sollten auch welche drunterstehen. Und ja, ich habe die Liste da rechts jüngst verjüngt. Aber da in jedem gutem Team immer auch ein Routinier vonnöten, der umfassend, regelmäßig und wortgeweltig auch über wirklich schöne Sportarten (ein verbaler Insgesichtdreier gegen alle Nurfußballer) berichtet, korrigiere ich mich gern: Da isser wieder.

Der Meyer des Tages

Von einer Überraschung würde ich erst dann reden, wenn die WM vorüber ist, und der Junge hat keine Minute gefehlt.

Hans Meyer in der aktuellen Super Illu über die Nominierung David Odonkors.

Der Sitzenbleiber

Da hat Kuranyis Geisterschreiber aber alle Arbeit geleistet:

Als mich Jürgen Klinsmann anrief und mir mitteile, dass ich nicht zum 23köpfigen Kader für die WM zähle, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Es gab im Vorfeld keine Anzeichen, dass ich nicht dabei sein würde. Sicherlich habe ich meinen Denkzettel für die Nicht-Berücksichtigung für das Italien-Spiel im März erhalten, aber mit der Streichung aus dem Kader habe ich nie und nimmer gerechnet. Ich bin wirklich sprachlos, zutiefst enttäuscht und werde nun einige schlaflose Nächte haben. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt: Warum ausgerechnet ich? Warum darf ich nicht dabei sein bei diesem einmaligen Ereignis?

Weil du nicht gut genug warst, Kevin. Weil deine Medienpräsenz nicht mehr im richtigen Verhältnis zur gezeigten Leistung stand. Weil der Trainer offenbar hofft, dass Ballack, Klose und Bastian Podolski Tore schießen und die Rest-Offensive nur für genug Unruhe auf dem Feld sorgen soll. Weil du kein Kämpfer bist, Kevin, kein Wühler und Acker-Racker.

Vor allem hast du zuletzt schlicht zu selten getroffen.

Vor-Presse

Ich weiß mittlerweile wirklich nicht mehr, ob das Spiel für uns ein Fluch oder ein Segen ist.

Luckenwaldes Trainer Frieder Andrich in der FAZ, die es schafft, in die ostdeutsche Kleinstadt Beeskow bei nur sieben Buchstaben gleich zwei Fehler einzubauen.

Wir alle sprechen Fußball

Lyssa und andere wm-bloggen aus eine 220-m²-Dachterrassenwohnung in Berlin für Coca-Cola. Und jeder, der jetzt leise *willichauchhaben* denkt, sollte sich vielleicht mal bewerben.

via basicthinking

Finalkeks

keks

produziert von bokstavskex.framtid.nu via hirnrinde

28 mm

Nein, hier gehts nicht um Snuff-Filme und Nicolas Cage, sondern um den WM-Rasen.

Ehrenamtsgala ohne Ehrenamtler

So eine Weltmeisterschaft ist ja auch nicht ganz einfach. Da gibt es viel zu bedenken. Zum Beispiel die vielen Städte im Land. In allen kann nicht gespielt werden. Was aber mit denen, wo nicht gespielt wird?

Okay, sacht sich dat Ohkah, die Organisatoren also, okay, machen wir eben eine Tour. Und nicht wie bei den Frosch- (’98) und Rohfisch(’02)essern mit dem gefakten Pokal, sondern mittem echten.

Gesacht, getan. Aber nu brauchte es noch einen Aufhänger, einen Anlass, irgendeinen Grund. Gut, also Volunteers, Freiwillje, Ehrenamtler eben. Machen wa ne Gala, gut is.

Gut war. Fast alles, außer, na ja, außer dem eigentlichen Grund des ganzen. Ehrenamts-Gala duftet irgendwie so ein bisschen nach … nach … nach was? Genau, nach Ehrenamt. Horst Meier und Fritz Schmidt betreuen schon achtundvierzigtausend Jahrzehnte lang den TuS Kleinbloggersdorf und können sich jetzt auch einmal an Risotto in schwarzrotgold delektieren.

Wenn aber Hinz und Kunz und Bundesligatrainer und Sportministerin und der Beckenbauer per Videobotschaft und fast die halbe Deutschnation – aber eben nicht die Ehrenamtler zu Wort kommen, ja nicht einmal auf die Bühne gebeten werden, und es waren verdammtnocheins genug da von denen, dann, ja dann ist da was faul.

Aber die Eiskombination zum Dessert war nicht übel.

Weniger ist oft mehr

Also sprach Sokcrates: Lasset nicht mehr elf Freunde dem Ballspiele frönen, machet, dass es nur neun sind. Oder zehn oder sieben oder acht. Sodann wird der Wettkampf belebet, es entstünden mehr Dribbelingse und gemeinsame Erlebnisse des Erfolges. Juchhei!

Man könnte auch die Gelben Karten abschaffen und immer gleich Rot zücken. Oder wie wärs mit 10-Minuten-Strafen? Erzwungene fliegende Torwartwechsel? Die Zuschauer könnten auch jede Viertelstunde einen Grottenkicker rauswählen, TV-TED inklusive. Oder auch traKs: Die tabellenrangabhängige Kaderstärke. Das untere Tabellendrittel spielt zu elft, das mittlere zu zehnt, das obere zu neunt. Bei der WM wahlweise nach fiefah-Rangliste. Dann hätten Ronaldinho und Co. genug Platz zum Zaubern.

Denk ma drüber nach, Socrates.

Acht Tage

Schade. Das Duell Rooney vs. Huth im Achtelfinale hätte ich gerne gesehen.

Aber vermutlich würden es die ängstlichen fiefah-Refs ohnehin zerpfeifen. Die 1,68-Spackos von den Malediven oder aus San Marino haben eben keinen Sinn für britische Härte. Mein Tipp: Die obligatorische WM-Schiri-Diskussion startet acht Tage nach dem Eröffnungsspiel. Es wird Gelbe und Rote hageln, der Boulevard schreit nach Videobeweisen, Beckenbauer fordert die Abschaffung der Großschreibung auf dem Spielfeld.

Dann fliegt Deutschland raus, und alles ist wieder wie vorher.

Noch 72 Tage …

Der einzig wahre WM-Counter, via wirres.

Deckungsaufgaben

Something very special for Mr. Robert Huth:

deck

Puh, nochmal Glück gehabt

Rein private Vorführungen von Spielen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™ (z. B. im Rahmen einer privaten Grillparty im Garten) gelten nicht als Public Viewing und bedürfen selbstverständlich keiner weiteren Abklärung mit Infront Sports & Media.

Wir wünschen Ihnen eine spannende FIFA WM 2006™!

Hat hier jemand einen großen Garten?

Der letzte Romantiker des Fußballs

Was für ein fantastischer letzter Satz, Joseph Sepp Blatter. So könnte er auch auf ihrem Grabstein stehen – jeder wüsste sofort, wer gemeint ist.