Archiv der Kategorie 'Vaterland'

Bruch des rechten Mittelfußes

Der Fall Rooney wirft mir eine Frage in die Fresse: Gibt es momentan in der deutschen Nationalmannschaft einen Spieler, den Jubel-Jürgen auch mit Mittelfußbruch in den Kader stopfen würde? Ich fürchte, ich kenne die Antwort.

Im Schongang

Selbst Bayern-Fans sagen, dass Ballack Scheiße in Form ist sich schont. Moment mal: In fast allen Testspielen hat die Einwechslung von Tim Borowski noch mal Pfeffer ins Spiel gebracht. Also: In wichtigen Spielen Ballack eine Stunde lang’s versuchen lassen, danach – raus! Der ist satt, ruht sich auf seinem Namen aus und läuft seit langem im Schongang.

ps. Werbung muss sein, klar. Aber die miserable Ballack-Sony-Dribbelei war für mich die eine Reklame zuviel.

Verschwörungstheorie

Klinsmann mag Bayern nicht. Also den Fußballverein. Der spielt heute im Pokalfinale gegen Frankfurt. In Berlin. So. Und?

Klinsmann sagt, er will nach der WM am Brandenburger Tor feiern statt auf dem Frankfurter Römer. Folge: Frankfurt ist sauer. Folge: Frankfurt ist wütend. Folge: Frankfurt spielt die Bayern heute vor lauter Wut an die Wand. Folge: Bayern ist sauer. Folge: Klinsmann freuts.

Dieser Schlingel.

Dies war ein indirekter Freistoß.

Büro-Patriotismus

pat

Grüße an alle Partisanen!

Transfergerücht

Jens Nowotny wechselt von Bayer Leverkusen zur deutschen Nationalmannschaft.

Deutsch-Togo

Togo hat nicht nur tolle Fans und einen deutschen Trainer, sondern jetzt auch einen deutschen Mannschaftsarzt.

[Schließlich hat man einen Ruf zu verlieren]

Insomnia und Sonnenlischt

Die Tagesform ist ganz wichtig. Vielleicht hat mal einer der Gegner schlecht geschlafen oder der Torhüter guckt in die Sonne, wenn der Ball aufs Tor kommt. Der Glücksfaktor ist eben im Fußball enorm hoch.

Hach, vielleicht sollte Herr Nowotny wirklich mit dabei sein. Er weiss, dass die deutsche Mannschaft scheiße ist, hofft aber auf Insomnia und Sonnenlischt. Wie süß.

Jay Goppingen

Unter diesem Namen kickte der Jürgen in Kalifornien.

Gestatten: sexistisch, rassistisch, nationalistisch, homophob

Hiphophurra! Bin soeben geadelt worden. Und als Dank dafür gleich ein Pflicht-Link: das Vorrunden-Aus.

Ach du Scheiße!

Autoprotz Jens Nowotny wurde vorgeladen. Mein erstes Gefühl: Isnichwah.

Dann schon ambivalenter: Angenommen, Steven Gerrard und Frank Lampard versuchen sich im Achtelfinale am deliziösen Doppelpasse, um hernach einzunetzen … KRAWUMM! Nowotny – Bein – Gewalt – rohe – Arschloch – Rot für Nowotny, Krankenhaus für Lampard, psychisches Defizit für Gerrard.

Also Jürgen, warum eigentlich nicht? Aber nur, wenn Du den Scholl mitnimmst!

Spieß, umgedrehter

Politisch eher Rechtsorientierte wollen die WM offenbar massiv als Trittbrett benutzen.

Jetzt drehen die Soccer (im Foto Zlatan Bajramovic und Christiano Ronaldo) den Spieß um: Sie zitieren die politisch eher Rechtsorientierten und stehlen den meiner bescheidenen Meinung nach vollkommen Falschorientierten deren Jubelsymbole, auf dass aus den orientierten Idioten idiotische Unorientierte werden, die sich auf der Straße nicht mal selbst erkennen. Clever. Quasi lauter Ewald Lienens mit Lohnsdähl. Ein kurz geschorener Ballack muss jedoch nicht sein.

cb
fotos_geklaut

für alle spielverderber: die bilder ham nix mitm text zu tun nich, die sind nur wegen die illustration und den spaß.

28 zu 1

Stehen die Chancen, dass Lukas Prolldolski Torschützenkönig der WM wird. Sagen zumindest die Buchmacher. Miro Klose: 25 zu 1, Michael Ballack und Kevin Kuranyi 50 zu 1.

Deutschland will videoüberwacht sein

84 Prozent!

Das ist ernüchternd. Scheiß auf die ewige Diskussion um Datenschutz und Bürgerrechte, der Deutsche will videoüberwacht sein. Offenbar hat die geballte Medienkraft Wirkung gezeigt: Der Deutsche hat Angst bekommen. In einer Umfrage haben jetzt 84 Prozent der Befragten eine umfangreiche Videoüberwachung öffentlicher Plätze befürwortet.

Ach ja: Heute Abend, ARD, Weltmeisterschaft der Sicherheit.

Auf der guten Seite

Meine Besonderheit ist, dass ich das Gleiche wie alle anderen Männer auch tue mit Frauen, nur 20 Minuten kürzer.

Ich bin kein Freund von Unterschriftenlisten. Oder Schreibkarnevals. Oder virtuellen Stadien.

Aber eben habe ich mitgemacht. Denn ich bin ein großer Freund von der Lässigkeit, mit der er sich warmmacht, fast scheint es, als habe er den iPod noch im Ohr, maximum volume. Frisch frisiert trabt er nach einer Stunde Spielzeit an die Seitenlinie, der gegnerische Trainer wird nervös, er wird eingewechselt, der gegnerische Trainer hyperventiliert, er bekommt den Ball, der gegnerische Trainer steht kurz vor dem Kollaps, er setzt zum Solo an, der gegnerische Trainer hat das Gegentor spätestens jetzt akzeptiert.

Und auch, wenn es wohl sinnlos ist, habe ich – wie aktuell 24.000 42.000 70.000 andere auch – dafür gestimmt, Mehmet Scholl bei der WM doch gefälligst spielen zu lassen. Wenn auch nur ab der 60. Minute. Warum keinen Edeljokerrollenspieler, Herr Klinsmann?

Es geht voran

Iran und Kroatien geschluckt, jetzt sind die Großmächte Ägypten und Japan dran: Deutschland ackert sich in der Weltrangliste Stück für Stück nach vorn. Und die nächsten Testspiele gegen Luxemburg (152.), Japan und Kolumbien (27.) lassen hoffen, vielleicht schaffen die Klinsmänner die Top Ten noch.

Leider fängt dann schon die WM an.

Ballacks Idol

Heißt Rico Steinmann. Sagt Ballack. Oh je.

Mein Trainingsplan für die Klinsmänner

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(geklaut aus Rogalski/Degel: Fußball. Sportverlag Berlin, 1982.)

Das Turnier naht, die T-Frage ist geklärt, das Ostersonntagsschlemmen schickt seine bedrohlichen Schatten. Damit die Klinsmänner den falschen Hasen gut verdauen und bis zum 9. Juni topfit in Form sind, müssen sie trainieren. Beim Verein in der Luschenliga oder beim Bundestrainer mit den Konditionskaliforniern lernen Prolldolski, Klöschen und der Herr Lehmann aber höchstens, wie sie Interviews vergeigen und in europäischen Wettbewerben versagen.

Deswegen hier und völlig unverbindlich ein Trainingsplan. Exakt zugeschnitten auf die Bedürfnisse eines Bastian Schweinsteigers (Freizeit), Oliver Kahns (Helfen im Haushalt); sogar an Tim Borowski (Trainingskleidung reinigen) und Kevin Kuranyi (Einkaufen) ist gedacht worden. Und das BSG-Training am Mittwoch und Freitag ist speziell für Michael Ballack. Denn er ist schließlich der Kaderleiter.

Eigentlich kann nun nichts mehr schiefgehen.

Die Deutschen

Das Zeit-Spiel sucht einen Spitznamen für die deutsche Nationalmannschaft. Ich weiß keinen. Außer Paule. Aber so heißt wohl schon irgendsoein Maskotterich. Und ein Bademeister. Und elf Freunde ist markengeschützt, vermutlich.

Eine Farbassoziation führt zu „Die Belgier“, doch was, wenn Belgien mal wieder selbst mitspielen will? Adler: besetzt. Löwen: besetzt. Geier? Zu negativ. Stolze Geier? Zu positiv. Schwarzweiße: zu retro, Auswärtsrote: zu futuristisch, Germanen: zu historisch, Germaniacs: zu utopisch.

Bleiben wir also bei unseren Leisten, bei dem, was wir haben und können, seien wir das, was wir sind: Die Deutschen. Das klingt zwar weniger nach Spitznamen denn nach Drohung, aber immerhin mit drei Vokalen, zwei Diphtongsen und angedeuteter Alliteration. Das ist doch auch schon was.