Archiv der Kategorie 'sach ma'

Ich zitiere (24)

In der 18. Minute der Verlängerung kam der tödliche Schlag. Grabowski schlug einen Paß auf Löhr, der den Ball an Newton vorbeischob und da war dann „der Bomber“, der schreckliche Müller, genau an der richtigen Stelle, um den Ball an Bonetti vorbeizuknallen.

The Times über das 2:3 Englands gegen Deutschland im WM-Halbfinale 1970. Man beachte die alles andere als pazifistische Sprache.

Ballackasmus

Darf ein Führungsspieler misstrauisch, verschlossen, introvertiert sein, so jedenfalls beschreibt Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge Sie?

Herr Rummenigge kennt mich ja sehr gut, unsere Familien gehen ständig essen, und wir haben täglich ausführliche Gespräche, der kann mich schon sehr, sehr gut beurteilen …

Michael Ballack ganz tief im Sarkasmus-Modus.

Gute Gastgeber

Mein Favorit für die eleganteste Ausrede nach dem Ausscheiden Deutschlands:

In meinen Augen darf die Mannschaft nicht den Titel gewinnen. Wenn wir gute Gastgeber sind, lassen wir einer anderen Nation den Vortritt.

Ich zitiere (23)

Noch heute, so geht die Legende, soll den Bayern-Manager bei Wetterumschwung der Fuss schmerzen, weil er wutentbrannt während des Feilschens aufgesprungen sei und gegen die Tür getreten habe.

Was für ein Klinsmann-Porträt!

Tschuute

In der Schweiz gibt es derzeit die aktivste Hooliganszene in Westeuropa.

Fanforscher Gunter A. Pilz im ARD-Interview.

Englisches Verhalten

SZ: Wie verhält man sich denn englisch? Gehen Sie oft zusammen trinken?
Lehmann: Nein. Fair spielen. Alles geben. Schnell spielen. Solche Sachen.

Gibt es die SZ auch auf Sardinien?

Ich zitiere (22)

sm

Deutschland ist einem großen Gegener unterlegen. Diese Burschen haben es in den Beinen, Herzen und Lungen. Sie können alles! Mit dem Ball nehmen sie es in ihren besten Tagen selbst mit den ungarischen Ballkünstlern auf.

Das Sport-Magazin nach dem 0:1 Deutschlands gegen Jugoslawien bei der WM 1962 in Chile.

Ich zitiere (21)

Die Deutschen überschritten oft die Grenzen der Härte. Die Anschuldigungen der deutschen Funktionäre und Journalisten bestätigten uns in der Befürchtung, daß man jenseits des Rheins den Sinn verloren hat für das, was erlaubt und das, was nicht erlaubt ist. (…) So wurden wir Zeugen des ungewohnten Schauspiels, daß die Spieler in einem Weltturnier sich prügeln wollten.

Le Figaro aus Paris zum 6:3 der Franzosen gegen die BR Deutschland bei der WM 1958 in Schweden.

Ich zitiere (20)

Sportjournalisten? Die schreiben über Spiele… Hackhackhackflankevonlinkskopfballtor. So schreiben sie. Und wie sie schreiben können, Gott, können die schreiben! Aber sie sind keine Journalisten! Sie recherchieren nicht!

Handelsblatt-Knüwer hat Andrew Jennings wegen „Foul!“ besucht.

Ein paar Fernsehansager

Die einzigen Idole, die das Land hat, sind ein paar Fernsehansager – und Fußballspieler.

Nein, in dem Text von Wiebke Hollersen geht es nicht um Deutschland, sondern um den ersten Gegner Costa Rica. Und das neue Layout der Berliner gefällt.

Ich zitiere (19)

Die meisten Spots sehen so aus, als hätte Robert Huth sie sich ausgedacht.

Ein Werbemacker über WM-Reklame.

Ich zitiere (18)

Selten habe ich so viel innere Befreiung und Freude an meinem Beruf gespürt wie gerade jetzt. Es war wie ein Sichöffnen. Ich fühle mich tatsächlich viel leichter.

Hallo, ich bin der Olli, und ich freue mich, bei euch in der Selbsthilfegruppe „Degradierte Titanen“ mitmachen zu können.

Ich zitiere (17)

Die Zuschauer haben schließlich gelacht und gejohlt, wie sicher, trickreich, witzig, einfallsreich die Deutschen ihren Rivalen deklassierten, spieltechnisch, nicht – kämpferisch.

Das Sport-Magazin nach dem 6:1 gegen Österreich bei der WM 1954.

Konfusius

Ich habe fast alle Philosophen gelesen, von Sokrates, Platon, Hegel, Kant bis zu Konfuzius. Leider ist das verloren gegangen durch den Fußball, ich weiß fast nichts mehr.

Beckenbauer bei Beckmann.

Ich zitiere (16)

Wir werden Pannen haben. Das Projekt ist zu groß, um es störungsfrei durchzubringen.

OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach senkt die Erwartungen der Öffentlichkeit. Der alte Medienfuchs, der.

Der gute alte Männerschweiß

Wo ist bitte schön der gute alte Männerschweiß, wo sind die aufgekrempelten Ärmel, wo das zünftige Abgrätschen und wo sind die Stadionfans? Ich kann mir vorstellen, dass es in Deutschland und England viele gibt, die dieses ewige südländische “Geschwuchtel” für die Galerie nicht mehr sehen können. Da wird eine in Deutschland nicht existente Subkultur beschworen, brav kompatibel mit FIFA Street von EA-Sports.

Dogfood klagt über porentiefreine W(M)erbespots.

Ich zitiere (15)

Nachher wird die in der Kaiserloge inhaftierte Ehrengeisel Johan Cruyff sich nicht dagegen wehren können, dass ihm eine deutsche Nichtgestalt die Hand schüttelt und cremig darauf besteht, dass »Ihr’s von der spielerischen Klasse her eigentlich hättet gewinnen müssen.

Fritz Eckenga in der SZ in einem Text über die notorisch titellosen Schönspieler aus Holland.

Ich zitiere (14)

…und schießen wir bei der WM auch kein einziges Tor,
dann sieht die Welt: Die Deutschen ham ja doch Humor!

wise guys, „Weltmeister“, via Du bist Weltmeister