Archiv der Kategorie 'Pressekonferenz'

Mutig

Hui. Sports Illustrated rangiert Deutschland auf zwei.

Ausgelesen

Bestimmte Sachen kann ich nicht mehr lesen. Jedes Spiel hat sein eigenes kleines Drama zum Beispiel. Oder die klassische Rückblenden-Story: Wie ich vor 40 Jahren mit meinem jetzt toten Vater barfuß zum Fußball ging und dabei zum Fan wurde. Beliebt auch der beim WM-Finale 19?? habe ich mich verliebt-Plot. Alles tolle Geschichten, gut geschrieben, fantastisch formuliert, klug, ideenreich, kischpreisverdächtig.

Vielleicht schreibe ich ja auch noch eine, allerdings ohne den geringsten Verdacht auf einen wie auch immer gearteten Preis. Aber lesen kann ich sie nicht mehr.

Frisbee. Soso.

Ich sag’s gleich vorweg: Mein persönlicher Favorit, wenn es um Team-Sport geht, ist eher Frisbee.

Uhhh … Ganz schlechter Anfang für eine öffentlich-rechtliche WM-Bloggerin.

Die Australja machn dit jut

Mal janz unabhängich vom Jehalt seiner Aussagen mag ick Pierre Littbarski wejen seinet Dialektet als Co-Kommentator janz gut leiden.

Wa.

Kommentar-Toren

Die Welt hat sie mal alle bewertet. Hier die Fazitusse:

  • Keine Hoffnung, wir passen. (Wolf-Dieter Poschmann)
  • Dabeisein sollte wirklich nicht alles sein. (Gerd Gottlob)
  • Ruhig bleiben und sich für eine Meinung entscheiden.
    (Marcel Reif)
  • Genauer hinschauen, unvoreingenommen urteilen. (Reinhold Beckmann)
  • Simon scheint über die Fähigkeit zu verfügen, eine Mannschaft so lange schlechtzureden, bis sie dann auch wirklich schlecht spielt. (Steffen Simon)
  • Ruhig auch mal dahin gehen, wo es den Spielern weh tut. (Thomas Wark)
  • Wenn ihn ein Spiel erst mal richtig gepackt hat, ist er nicht aufzuhalten. (Fritz von Thurn und Taxis)
  • Wenn Réthy wollte, könnte er auch in zig anderen Ländern die Fußballwelt erklären, weil er unglaublich viele Sprachen spricht. (Bela B. Rethy)

Ich für meinen Teil gebe jedem Off-Sabbler drei Chancen. Beim dritten Eigentor wird konsequent stummgeschaltet. Hält ja sonst keiner aus, das.

Nachtrag: Vorm Fernseher nicht vergessen, parallel Platitüden-Bingo zu spielen. via

Globel Pläja

ZDF goes Neun live.

Staatsbesuch

90 Journalisten beobachten, wie 23 Fußballspieler trainieren.

Das Drama dauert neunzig Minuten

Thomas Brussig über Fußball und die Zeit.

Gelübde

Ich, der Platzwart, gelobe, während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland keinen Kommentar von Reinhold Beckmann über mehr als eine Minute zu verfolgen. Dieses Gelübde schließt nicht aus, andere so genannte Fußball-Kommentatoren an die Seite des Herrn Beckmann zu stellen und ebenfalls zu sabotieren.

Einer muss schließlich anfangen.

Anhang:

Also, Deutschland war eine Mannschaft in seinen Reportagen, kein Symbol. Ein Tor war ein Tor und keine Erlösung. Ein Spiel war ein Spiel, Fußball war nicht das Gefühlskino, das vielen jetzt so auf den Geist geht.

Die SZ über Rolf Kramer.

Wir alle sprechen Fußball

Lyssa und andere wm-bloggen aus eine 220-m²-Dachterrassenwohnung in Berlin für Coca-Cola. Und jeder, der jetzt leise *willichauchhaben* denkt, sollte sich vielleicht mal bewerben.

via basicthinking

Blog-Kuppelei

Wir würden gerne die Inhalte ganz offiziell “scannen”, mit Kooperation und allem was dazu gehört. Ich bekomme nur keinen Kontakt zu den Blogbetreibern, die für mich die besten in diesem Bereich sind.

So wurde heute hier kommentiert. Also, Stan Libuda, dogfood, Ollie Irish, Patrick Breitenbach und Harvey: Solltet ihr das lesen, meldet euch doch mal hier bei Christopher Stegemann von Soccamedia, der seinen Fußball-Channel mit euren Posts vollkloppt und euch irgendwie nicht erreichen kann.

Und Trainer: Du bist jetzt auch dabei.

Und fooligan: Ihr nicht.

jetzt neu: Dogfood hat es sich mit Soccamedia an der Blogbar gemütlich gemacht.

WM der Weblogs

Diese WM wird auch eine WM der Weblogs, eine WM von Youtube, eine WM von Flickr werden. Tausende über tausende von Bildern werden online erhältlich sein und wer dagegen gerichtlich vorgeht, wird es in Windeseile als Manifestation des Fan-Tyrannen in die Medien schaffen.

Es wird weiter geknüwert. Und Günter Netzer kann mich mal …

gn
foto_kultuerkueche.de

… verklagen.

I had a dream …

np
via Spreeblick

Nachtrag:
Hab ich’s doch geahnt.

Wir Weltmeister

Diese atemraubende Mixtur aus Ahnungs- und Instinktlosigkeit ist etwa so stimmig wie ein feministischer Splatterporno mit Guido Knopp in allen Hauptrollen.

Fazit der taz-Kritik des Knoppschen WM-Beitrages.

Ich zitiere (20)

Sportjournalisten? Die schreiben über Spiele… Hackhackhackflankevonlinkskopfballtor. So schreiben sie. Und wie sie schreiben können, Gott, können die schreiben! Aber sie sind keine Journalisten! Sie recherchieren nicht!

Handelsblatt-Knüwer hat Andrew Jennings wegen „Foul!“ besucht.

Überdosis

netzeitung:

Die Herausforderung für Künstler und Publizisten im weitesten Sinne in Deutschland 2006: in netter und witziger Form, kenntnisreich, aber nicht verbissen, distanziert, aber doch empathisch den Fußball in ihr Tagwerk zu integrieren.

FAS:

Mit missionarischem Eifer arbeiten fast alle Sender daran, die Zielgruppen des Landes zu einem einzigen Fanblock zusammenzuschweißen. Das Aufwärmprogramm zur WM ist eine gigantische Nachhilfestunde,. Wer bis zum 9. Juni noch immer nicht weiß, wer Goleo ist und daß er keine Hose trägt, was passives Abseits bedeutet und daß sich Netzer und Delling auch privat immer noch siezen, der sollte sich dringend schon mal nach einem Chatroom umschauen, in dem er während der WM seine sozialen Kompetenzen aufrechterhalten kann.

!!Terror bei der WM!!

Ein bisschen Panikmache am Tag der Arbeit sei mir vergönnt.

Swiss boys can‘t jump

Wir sollen in den nächsten Wochen über die Fußball-WM miteinander korrespondieren. In solch einem Dialog müssen wir früher oder später über Adolf Hitler reden. Ich schlage vor, wir erledigen diese lästige Pflicht sofort, dann haben wir es hinter uns.

Der fabelhafte Herr Martenstein über Sport und Politik.