Archiv der Kategorie 'Fankurve'

Frauen hört die Signale

Gut, dass Frau Platzwärtin gerade einen WM-Sohn gebärt, statt sich hier ärgern zu müssen.

Um die mentale Spielvorbereitung des Mannes nicht zu stören, ist auch in dieser Zeit die Schnatterluke geschlossen zu halten.

Der Hit ist jetzt fertig

Will hier vielleicht jemand die Verwertungsrechte eines charmanten Fußballsongs kaufen? Die dazugehörige Geschichte verdient allemal einen anständigen Käufer.

Viel Glück, lusiol.

Nachtrag: Andere findens’s so naja.

Aus dem Leben eines Maskottchens (7)

Ein Teufelszeug, dieses Dibutylzinn.

\"gift\"

Was vorher geschah: AdLeM I, II, III IV, V, VI

Du kumms hier net rein

Deutschland gegen Costa Rica, eine beliebige Eck-Kneipe, irgendwo in München:

Äh, Entschuldigung, Herr … Herr Kiez-Kalle. Äh. Ist … also wäre hier vielleicht noch … also hier an Ihrem Tisch, und das ist ganz bestimmt Ihr Tisch, Herr Kalle, nicht? Also, ist … wäre hier freundlicherweise … für mich und meine Gattin, also die Rosi … nein, ihre Brüste sind echt, also könnten wir uns … nur für die Zeit des Spiels – wissen Sie, wir hatten ja Karten, sogar ganz gute … ja, der Anzug ist echt … also VIP würde ich so nicht sagen und … wie bitte? 100 Euro? Ja, also … aua … hier haben Sie das Geld … ja, Rosi sitzt gerne 90 Minuten auf meinem Schoß.

Danke, Kalle.

Schadenfreude, schönste Freude: ISE vermarktet VIP-Tickets und hat jetzt ein Riesenproblem. 300.000 Tribünenplätze könnten leer bleiben, weil die Besitzer der Karten aufgrund einer Organisationspanne nicht registriert sind.

Keine Registrierung – kein Einlass.

ISE teilte nach Angaben der Zeitung mit, sie sei vom WM-OK erst vor einem Monat darüber informiert worden, dass wegen einer Anweisung des Innenministeriums „alle Karten personalisiert sein müssten. Das OK erklärte, dass von Anfang an allen WM-Partnern klar gewesen sei, dass alle Karten personalisiert sein müssen.

Jetzt soll nachträglich erfasst werden, wofür – gelinde gesagt – die Zeit bis zum Anpfiff ziemlich knapp werden dürfte. Zudem wollen viele Gäste ihren Namen gar nicht erst hergeben.

überschrift inspiriert by rOssi

Man munkelt

Britische Hools Soldaten müssen ins Manöver.

Die Pocke ist drin

Chronik eines angekündigtem Hits – das ist der Name eines Blogs, das gar keins ist. Sondern … nun ja, es ist – und das sagt dann auch schon der Untertitel – die verworrene Entstehungsgeschichte des inoffiziellen Songs zur Fussballweltmeisterschaft in Deutschland 2006.

lusiolGegen das Blogdings spricht schon mal, dass man unten anfangen muss. Und dann am besten alles durchlesen, bis ganz oben. Bislang sind Prolog und die Kapitelchen 30-12 online, jeden Tag kommt eines, manchmal zwei dazu.

Soviel zum Prozedere. Inhalt? Wilde Zeitsprünge, Biermann, Aida, Privates und ganz viel Rock.Großartig. Der Herr Lusiol kann schreiben und tut das recht fleißig. Und Musik machen kann er auch. Auf seiner myspace-Seite gibts den Song namens „Die Pocke ist drin“. Sehr charmant, sehr low-fi (ich Musiklaie wollte sowas schon immer mal schreiben), sehr geeignet als Untermalung für ein grimmepreisverdächtiges Alternativmedley der besten WM-Szenen bei youtube oder so. Herr Lusiol könnte das ähnlich sehen:

Produkt: Qualitätsstrategie. Preis: umsonst. Werbung: Mund-zu-Mund. Distribution: Internet. Nur: könnte ein Musiker so sein Leben bestreiten? Oder kann man so höchstens seinem Vater posthum einen Platz in der Musikgeschichte sichern?

Aufmerksam geworden bin ich auf den bislang am elegantest-beworbenen WM-Song ever übrigens durch diesen kaum sichtbaren Link in einem Ein-Satz-Kommentar eines Finale-Artikels vom 26. April. Das hat Stil.

So hättest du mich kriegen können, liebe WM-Industrie. Zu spät.

Nachtrag: Haha, werben und verkaufen. Fuzzis.

Aus dem Leben eines Maskottchens (6)

Oh je, Löwe. Da ist für dich geworben worden, überall und permanent. Du machst Musik, Malerei, Fernsehen, Politik und manchmal auch Sport, kommt man irgendwo hin, bist du immer schon da. Und deine Hosenlosigkeit wurde recht schnell als Marketinggag erkannt.

Aber niemand will dich kaufen.

Die dich produzierende Firma prüft deshalb jetzt einen Insolvenzantrag. „Wir haben Schwierigkeiten damit, dass ‚Goleo‘ nicht zum Erfolg wurde“, sagte der Marketingleiter dem Handelsblatt. Und wann sagen Werbefuzzis schon mal solche Sätze? Wenn die Firmen-Karre gerade im Dreck versinkt, genau.

Aber ehrlich, Leute: Wer kindergroße Plüschlöwen für 200 Euro anbietet, nur weil da fiefah draufsteht, hat vielleicht seinen Profit-Hals nur nicht voll genug gekriegt.

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Was vorher geschah: AdLeM I, II, III IV, V

Hip Hop Hurra

Wer noch mögliche oder unmögliche Fußballlieders sucht, kann sich hier beim Ronsens mal durch die Kommentare ackern. Dabei entdeckt: Die Hymne des Asphaltliteraten. Eat this:

Der Track ist eine Liebeserklärung an den deutschen Fussball, insbesondere an die Nationalmannschaft und ein dicker Mittelfinger an all jene, die den deutschen Fussball schon in der Zweitklassigkeit wähnen.

Aus dem Leben eines Maskottchens (5)

die Zigarette danach
und der Sekt davor
und der Kuss mittendrin
das kann nicht alles sein.

zig

Lovely Bratwürste!

Now, when the small chance for England to win the cup completely verschwunden ist, take it like a man. And look, which personae non grata German blogger have voted some weeks ago:

  1. Andreas Möller
  2. Thomas Brdaric
  3. Michael Ballack
  4. Tim Wiese
  5. Paulo Di Canio
  6. Christian Wörns
  7. Ciriaco Sforza
  8. Lothar Matthäus
  9. Jens Jeremies
  10. Oliver Kahn

Aus dem Leben eines Maskottchens (4)

Der Blödball reicht dem Löwen nicht mehr. Er will jetzt eine richtige Frau, ein ihm ebenbürtiges, kluges, schönes Wesen. Und er hat sie gefunden: Athena.

Was vorher geschah: AdLeM I, II, III

64 Songs

WM-Liedgut satt gibt es beim WC-Wiki.

Rehabilitation

Eine schlechtere Presse als Goleo hatte in jüngster Zeit wohl nur der Kannibale von Rotenburg. (…) Höchste Zeit also für ein paar rehabilitierende Worte. All diejenigen, die ernsthaft monieren, dass er keine Hose trägt, übersehen, dass das ein Marketing-Gag war, um ihn bekannt zu machen. Ein gelungener übrigens. Dafür trägt er Schuhe aus Herzogenaurach und kurbelt die deutsche Wirtschaft an. Und dass sein Mund offen steht, seine Zunge raushängt und er deshalb ein bisschen dämlich guckt? Gott, er ist doch nur ein Fußballer.

Auch wenn er kotzt, säuft und halbnackte Frauen mag: Es wurde Zeit, dass den Löwen auch mal jemand in Schutz nimmt.

Aus dem Leben eines Maskottchens (3)

Entweder war das gestern ein bisschen zuviel Schampus, oder der Löwe hat immer noch kein WM-Ticket.

klo

Aus dem Leben eines Maskottchens (2)

Nur ein Liter Bier pro Spiel ist dem Löwen zu wenig.

rotk

Block 17, Reihe 12, Platz 35

Wenn aus Block 17, Reihe 12, Platz 35 eine Leuchtrakete abgeschossen wird, wissen wir, wer das war.

OK-Vize Niersbach rechtfertigt die Personalisierung der WM-Tickets. Immerhin scheint er davon auszugehen, dass trotz rigider Einlasskontrollen Leuchtraketen ins Stadion gelangen.

Liberté, egalité, Jules Rimet

Soso. Wir sind also nicht nur Deutschland, wir sind auch Fussball. Und da wir zwar vieles sind, aber keine Muttersprachler, sagen wir das auf Englisch: We are football.

Zu unserer Entschuldigung sei hier angemerkt, dass die WM-Slogans auf den Mannschaftsbussen anderer Mannschaften ebenfalls auf Globalsprech daherkommen und meist ebenso sinnbefreit sind. For the love of the game zum Beispiel, das Serbien und Montenegro auf dem Weg zum Vorrundenaus begleiten wird. Oder das White and red, dangerous and brave Polens, bei dem man nicht genau weiß, ob nun die Mannschaft oder der kettensägenbehängte chuligan gemeint ist.

Ganz hübsch dagegen 2006, it’s Swiss O’clock der Schweiz oder der französische Dreisatz Liberte, egalite, Jules Rimet. Und nein, die Sprüche sind keinem schlechten Sloganizer entsprungen, sondern den Ideen der Besucher von fiefahworldcup.com.

Das dürfte einiges erklären.

Aus dem Leben eines Maskottchens (1)

Und immer den armen Pille mit dabei …

gol1
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