Deutschland vs. Luxemburg

Erkenntnisse

Jeder Stürmer hat zweimal getroffen. Borowski ist kein Ballack-Ersatz – er ist mehr als das. Arne Friedrich kann kein Fußball spielen. Niemand hat sich ernsthaft verletzt.

Und die WM-Blogger sollten sich mal Gedanken machen, wer so auf ihren Seiten ströpert. Jemand war heute hier zu Besuch, nachdem er dort vergebens nach „Luxemburg im WM-Halbfinale“ gesucht hat.

Testspiele

Schweiz – Elfenbeinküste 1:1 (1:0)
Wales – Trinidad/Tobago 2:1 (1:1)
Serbien/Montenegro – Uruguay 1:1 (1:0)
Niederlande – Kamerun 1:0 (1:0)
Frankreich – Mexiko 1:0 (1:0)

Gegner

Blindes Verständnis, Filigrantechnik, Systemvielfalt – Luxemburg ist ein echter Angstgegner.

Projektleiter

Jürgen Klinsmann in der SZ:

Wenn wir zum Beispiel hier in Genf Krafttraining machen, dann können die Spieler ihren iPod einlegen und Hip Hop hören. …
Unsere Aufgabe ist es, den Spielern klar zu machen, dass das, was jetzt kommt, nie mehr wiederkommt. …
Zu Bild habe ich gesagt: Wenn es euer Wunsch ist, aus dem Gespräch eine kleine Serie zu machen, dann ist das kein Problem. Ich hab‘ gesagt: Okay, können wir machen, aber dann betrachtet bitte die WM auch ein bisschen als euer Ding. Und wenn mir irgendetwas nicht gefällt, habe ich ja immer die Möglichkeit, die Tür wieder zuzumachen. Ich bin völlig unabhängig. …
Vielleicht kann man da in der Tat auch andere Bezeichnungen finden, Teamchef oder Projektleiter oder so.

Zum Thema Klinsmann und Bild ist zudem diese runde Geschichte empfehlenswert.

Spieler

Klose, Podolski
Schneider, Borowski, Schweinsteiger
Frings
Friedrich, Mertesacker, Nowotny, Jansen
Lehmann

Erwartungen

Nur, damit niemand mit Kleine Gegner gibt’s nich mehr oder Das Niveau hat sich angeglichen kommt: Die größten Erfolge der luxemburgischen Nationalmannschaft in den vergangenen fünf Jahren waren Unentschieden gegen Albanien, Liechtenstein, die Kapverdischen Inseln und Malta. Außerdem haben die Luxemburgianer mal drei Tore gegen Lettland geschossen und zwei gegen Spanien.

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Wie hoch isser denn, der Luxemberg?


4 Antworten auf „Deutschland vs. Luxemburg“


  1. 1 Trainer Baade 27. Mai 2006 um 15:53 Uhr

    Die runde Geschichte ist wirklich lesenswert. Man stelle sich vor, der Franz wäre nicht in Urlaub gewesen und wir hätten Lodda Maddäus als Nationaltrainer. Nicht nur dass er ohnehin nicht der Hellste ist, noch dazu hat er doch, obwohl schon vielfach Trainer, gar keine Ahnung vom Trainieren. Okay, wahrscheinlich hätte man auch ihm Holger Osieck aufgedrückt, der dann das eigentliche Training gemacht hätte. Aber Lodda hätte dann selbst als Trainer ein WM-Tagebuch in der Bild geführt, oder so. Die undichte Stelle an vorderster Front, nicht auszudenken.

    Ich verstehe ja heute noch nicht, wieso Rudi Völler immer noch so beliebt ist. Was anderes als Rudi hätte der Lodda auch nicht hingekriegt. Möge Gott oder welche Macht auch immer uns beistehen, dass wir nie Lodda als Bundestrainer erleben.

  2. 2 Der Platzwart 27. Mai 2006 um 21:50 Uhr

    Vielleicht kann das Bildblog ja mal bei der nächsten Bundestrainerwahl versuchen, einen eigenen Kandidaten ins Amt zu heben.

  3. 3 Felix 27. Mai 2006 um 22:36 Uhr

    Was hast du gegen Friedrich? Ich habe keinen Fehler gesehen. Er war zwar nicht sonderlich auffällig, aber auffällige Abwehrspieler fallen meist eher negativ auf. Bei einem Spiel gegen eine Mannschaft, die in 90 Min. vielleicht 5 mal vor dem Tor aufgetaucht ist und kein Tor geschossen hat einen Abwehrspieler zu rügen finde ich mehr als überzogen.

  4. 4 Der Platzwart 28. Mai 2006 um 7:57 Uhr

    Du hast Recht, es ist überzogen. Friedrich hat auch keinen Abwehrfehler gemacht, das war ja auch kaum möglich.

    Nur: Gegen schwächere Gegner – und dieses Szenario wird es in der Vorrunde trotz Polen dreimal geben – muss ein Außenverteidiger auch mal Fußball spielen. Und immer, wenn Friedrich am Ball ist, werde ich leicht nervös. Für mich ist der Arne überfordert, wenn es um konstruktives Aufbauspiel geht. Ich erinnere mich – nicht nur gestern – an einige Situationen, wo er recht hilflos auf seiner Seite rumstümperte.

    Aber ab Viertelfinale wird er als Zerstörer wieder alle Füße voll zu tun haben. Und gegen spielstarke, offensive Teams kann er bestimmt auch richtig glänzen.

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