Die Pocke ist drin

Chronik eines angekündigtem Hits – das ist der Name eines Blogs, das gar keins ist. Sondern … nun ja, es ist – und das sagt dann auch schon der Untertitel – die verworrene Entstehungsgeschichte des inoffiziellen Songs zur Fussballweltmeisterschaft in Deutschland 2006.

lusiolGegen das Blogdings spricht schon mal, dass man unten anfangen muss. Und dann am besten alles durchlesen, bis ganz oben. Bislang sind Prolog und die Kapitelchen 30-12 online, jeden Tag kommt eines, manchmal zwei dazu.

Soviel zum Prozedere. Inhalt? Wilde Zeitsprünge, Biermann, Aida, Privates und ganz viel Rock.Großartig. Der Herr Lusiol kann schreiben und tut das recht fleißig. Und Musik machen kann er auch. Auf seiner myspace-Seite gibts den Song namens „Die Pocke ist drin“. Sehr charmant, sehr low-fi (ich Musiklaie wollte sowas schon immer mal schreiben), sehr geeignet als Untermalung für ein grimmepreisverdächtiges Alternativmedley der besten WM-Szenen bei youtube oder so. Herr Lusiol könnte das ähnlich sehen:

Produkt: Qualitätsstrategie. Preis: umsonst. Werbung: Mund-zu-Mund. Distribution: Internet. Nur: könnte ein Musiker so sein Leben bestreiten? Oder kann man so höchstens seinem Vater posthum einen Platz in der Musikgeschichte sichern?

Aufmerksam geworden bin ich auf den bislang am elegantest-beworbenen WM-Song ever übrigens durch diesen kaum sichtbaren Link in einem Ein-Satz-Kommentar eines Finale-Artikels vom 26. April. Das hat Stil.

So hättest du mich kriegen können, liebe WM-Industrie. Zu spät.

Nachtrag: Haha, werben und verkaufen. Fuzzis.