Aus dem Leben eines Maskottchens (6)

Oh je, Löwe. Da ist für dich geworben worden, überall und permanent. Du machst Musik, Malerei, Fernsehen, Politik und manchmal auch Sport, kommt man irgendwo hin, bist du immer schon da. Und deine Hosenlosigkeit wurde recht schnell als Marketinggag erkannt.

Aber niemand will dich kaufen.

Die dich produzierende Firma prüft deshalb jetzt einen Insolvenzantrag. „Wir haben Schwierigkeiten damit, dass ‚Goleo‘ nicht zum Erfolg wurde“, sagte der Marketingleiter dem Handelsblatt. Und wann sagen Werbefuzzis schon mal solche Sätze? Wenn die Firmen-Karre gerade im Dreck versinkt, genau.

Aber ehrlich, Leute: Wer kindergroße Plüschlöwen für 200 Euro anbietet, nur weil da fiefah draufsteht, hat vielleicht seinen Profit-Hals nur nicht voll genug gekriegt.

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Was vorher geschah: AdLeM I, II, III IV, V


2 Antworten auf „Aus dem Leben eines Maskottchens (6)“


  1. 1 Florian Wohlfahrt 18. Mai 2006 um 14:10 Uhr

    Na wer will den schon einen hässlichen Löwen ohne Hose und wie du sagst auch noch bei den Preisen???
    Aber die Kommerzialisierung im Fußball nimmt teilweise Ausmaße an bei denen ich kotzen könnte. Für jeden Scheiß braucht man ein Maskottchen, eine Hymne …
    NEIN DANKE

  2. 2 Der Platzwart 18. Mai 2006 um 14:27 Uhr

    Sogar die Nationalstaaten machen jetzt mit: Hymnen, Maskottchen aka Präsidenten, und da heißt das nicht WM, sondern Krieg.

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