Ehrenamtsgala ohne Ehrenamtler

So eine Weltmeisterschaft ist ja auch nicht ganz einfach. Da gibt es viel zu bedenken. Zum Beispiel die vielen Städte im Land. In allen kann nicht gespielt werden. Was aber mit denen, wo nicht gespielt wird?

Okay, sacht sich dat Ohkah, die Organisatoren also, okay, machen wir eben eine Tour. Und nicht wie bei den Frosch- (’98) und Rohfisch(’02)essern mit dem gefakten Pokal, sondern mittem echten.

Gesacht, getan. Aber nu brauchte es noch einen Aufhänger, einen Anlass, irgendeinen Grund. Gut, also Volunteers, Freiwillje, Ehrenamtler eben. Machen wa ne Gala, gut is.

Gut war. Fast alles, außer, na ja, außer dem eigentlichen Grund des ganzen. Ehrenamts-Gala duftet irgendwie so ein bisschen nach … nach … nach was? Genau, nach Ehrenamt. Horst Meier und Fritz Schmidt betreuen schon achtundvierzigtausend Jahrzehnte lang den TuS Kleinbloggersdorf und können sich jetzt auch einmal an Risotto in schwarzrotgold delektieren.

Wenn aber Hinz und Kunz und Bundesligatrainer und Sportministerin und der Beckenbauer per Videobotschaft und fast die halbe Deutschnation – aber eben nicht die Ehrenamtler zu Wort kommen, ja nicht einmal auf die Bühne gebeten werden, und es waren verdammtnocheins genug da von denen, dann, ja dann ist da was faul.

Aber die Eiskombination zum Dessert war nicht übel.