Eine „leidige Angelegenheit“

Die gute taz berichtet über ein Thema, das DFB-Chef MV als „leidige Angelegenheit“ bezeichnet: Die dritte Halbzeit. Damit ist mal nicht der seperate Prügel-Wettbewerb der Hooligans gemeint, sondern ein ebenso ernstes Thema: Zwangsprostitution. Die wird, wie auch die freiwillige, legale Prostitution, während der Festtage in Deutschland Hochkonjunktur haben.

Doch der Versuch der Frauen- und Menschenrechtsverbände, die Fußball-Öffentlichkeit für ungewollte Nebenwirkungen ihres Verhaltens zu sensibilisieren, stößt auf eine echte Abwehrmauer aus Fußballfunktionären und Teilen der Presse.

Nun, ich kann mir Oliver Kahn nicht in einem Werbesport einer Frauenrechtskampagne vorstellen. Auch MV und Franz und Schweini und Poldi werden wohl eher literweise Vollmilch trinken, rote Schleifen tragen oder Nussschokolade futtern, als Fußball-Fans öffentlich darauf aufmerksam machen, dass sie sich unter Umständen an einer Gewalttat gegen Frauen beteiligen. Leider.
Vielleicht wird sich das geändert haben, wenn die nächste Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland stattfindet. Leider werden wir das aber alle nicht mehr erleben.